-Plattenspieler

-turntables

 
 
 

a1
Plattenspieler...

ja richtig... das sind doch die Teile auf die man große, schwarze Scheiben drauflegt. Und wenn nicht ein Putzteufel beim letzten Abstauben die Nadel vom sauteuren System im Staubtuch entsorgt hat ist Musikgenuß angesagt.

Nach vielen Jahren in dunklen Ecken hab ich vor einiger Zeit auch wieder meine Schallplatten ausgegraben.

Ich will jetzt hier keine Diskussion lostreten, ob die Schallplatte nun wirklich klanglich die CD in den Schatten stellt. Nach meinen Erfahrungen haben beide Systeme ihre Berechtigung.

Eines dürfte aber klar sein... die Kult-Wertung gewinnt deutlich die Schallplatte. Da wird kein Silberscheibchen lieblos in eine, oft auch noch aus Kunststoff bestehende, Schublade geworfen und mal schnell im Vorbeigehen ein Knöpfchen gedrückt. Nein... hier wird ein Zeremoniell in Gang gesetzt das mancher Außenstehende in unserem digitalen Zeitalter nur mit deutlichem Kopfschütteln abtun kann. Der echte Fan benutzt von Zeit zu Zeit eine Plattenwaschmaschine, um sicherzustellen, daß der teure Abtaster auf keinen Fall mit dem kleinsten Schmutzkörnchen in Berührung kommt... der Musikgenuss sollte selbstverständlich nicht von Knistern und Knacksen getrübt werden. Zusätzlich kommen Tinkturen, Pinselchen und Bürsten zum Einsatz.... mancher Analog-Altar unterscheidet sich wahrscheinlich nicht wesentlich vom Schminktisch der Gattin. Nach der Grundreinigung aller an der Prozedur beteiligten Teile wie Tonabnehmer und Schallplatte folgt das feierliche Absenken des Tonabnehmers in die porentief gereinigten Rillen der Schallplatte.

Dies alles lohnt natürlich nur wenn man die Schallplatte als Genußmittel sieht. Wer nur Hintergrundmusik beim Abstauben braucht ist hier falsch ;-)

Bei mir persönlich hat die neu entfachte Begeisterung dazu geführt, daß auch relativ schnell einige Plattenspieler adoptiert wurden und nun noch auf eine sorgfältige Überarbeitung warten.

Gehört wird momentan mit einem Thorens TD126 MkIII, Ortofon-Tonarm und Denon DL103 und einem Luxman PD284 mit SME-Tonarm und Denon DL160. Auf Ihren Einsatz warten noch ein Braun PS500 (stark verbastelt) , ein Luxman PD441, ein Telefunken S500 (bekommt eine neue Zarge und die Sensortasten werden gewechselt) und ein Eigenbau-Laufwerk aus Dual !-Teilen.

lEine wunderschöne Tonarmbasis mit integrierter Liftmechanik für den Ortofon-Arm am TD126 ist jetzt fertig zur Montage (vielen Dank, Steffen!!!).

Bilder folgen...

 

Eigenbau-Laufwerke gibt es mittlerweile ja wie Sand am Meer... über die Optik mancher Masse-Laufwerke läßt sich meiner Meinung nach streiten... oder besser nicht. Ein Plattenspieler der bei mir einzieht sollte aber nicht den Charme einer Industrie-Produktionshalle verströmen.

Meine Vorgabe war es hier vorhandene Teile mit meinen Mitteln aufzuwerten und neu zu verpacken... schöne Grüße an DUAL.

 

Der S500 von Telefunken ist nun auch standesgemäß in einer Kirschbaum-Zarge verpackt. Vorsichtshalber habe ich mal die Möglichkeit zum Aufrüsten mit einem zweiten Tonarm vorgesehen...

die Idee mit dem zweiten Tonarm war nicht so übel. Der Telefunken macht seine Sache wirklich gut und steht dem Thorens in Nichts nach. Ideal für Hörvergleiche mit verschiedenen Tonarmen und Tonabnehmern.

Auch bei Holztonarmen ist übrigens eine sorgfältige und gut durchdachte Erdung die Basis für brummfreien Hörgenuss. Der Telefunken beispielsweise

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 


Ein Hoch auf das schwarze Gold ...